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Australia - Part 2 🐨

  • Autorenbild: Andrea & Simon
    Andrea & Simon
  • 20. Feb. 2024
  • 9 Min. Lesezeit

Mount Gambier

Unser erster Stopp nach der Great Ocean Road geht ins Landesinnere, nach Mount Gambier. Der Weg dahin ist leider nicht mehr ganz so magisch, aber immer noch sehr schön. Hier verbringen wir zwei Nächte in einem alten Gefängnis namens «The Old Mount Gambier Goal». Das alte Gebäude ist aus den 1866er Jahren und lädt ein um herumzuspazieren, die alten Räume zu erkunden - und um darin zu schlafen! Denn das Old Goal ist ein hübsches Hotel, das einige Räume zu Zimmern umfunktioniert hat. Wir geniessen unsere Zeit hier, verlieben uns in eine der Hauskatzen ❤️, schauen uns den tiefblauen Blue Lake und das grüne Umpherston Cave an, essen ein "Chicken Parmi", nehmen an einer Crossfit-Stunde teil (Dank dem sympathischen Blue Lake Crossfit wird Simon vielleicht doch noch ein Crossfit-Fan 😉), geniessen einen Barber-Termin (Simon) und ein wenig Yoga und Kreidemalen (Andrea). Nach viel surfen und Natur bestaunen war dies genau das richtige für uns.



 

Adelaide

Mit einem Zwischenstopp auf halbem Weg - und im bisher schlechtesten Hotel unserer Reise, dem «Coonalpyn Hotel» (leider - und aus Gründen - gibt es dazu keine Bilder 😉) reisen wir weiter nach Adelaide, der Hauptstadt des Staates South Australia. Hier nächtigen wir im Tequila Sunrise, endlich wieder einmal in einem richtigen Hostel. Im Dorm. Mit anderen Rucksack-Touristen – herrlich!


Adelaide hatte für uns sonst nicht sonderlich viel zu bieten. Das liegt aber auch da dran, dass wir am Sonntag anreisten und nur für zwei Nächte blieben. Sprich in der City, wo die Leute eigentlich nur für die Arbeit hin gehen, war tote Hose. Ausser natürlich in der Einkaufsmeile, aber als Backpacker macht man da einen Bogen drum. Nicht, dass wir Shopping nicht mögen, aber wir haben schlicht keinen Platz in unseren Rucksäcken für neue Dinge. Es muss gut überlegt sein, was gekauft werden soll und meistens sind es nur Dinge, die ersetzt werden müssen. So nach 7 Monaten reisen ist aber auch schon das eint oder andere T-Shirt ersetzt worden…

So beschränkten wir uns darauf, die Innenstadt zu durchwandern, in einem kleinen Park im Schatten zu dösen, den Foodmarkt aufzusuchen und uns im Hostel Frühstück und Abendessen servieren zu lassen (war im Preis mit dabei 😊).



Achja, Andrea entdeckt, dass man Sicherheitsgurte der Grösse nach verstellen kann – Simon versteht die Welt nicht mehr, dass Andrea grad ein Aha-Erlebnis hatte. 🤣

 

Goolwa Beach

Wir brechen am heissesten Tag bei 41°C wieder auf. Wow, wie sich die Hitze hier staut! Gut, dass wir aus der Stadt verschwinden und uns auf nach Goolwa machen. Dort checken wir wieder mal in ein Airbnb ein – und werden alles andere als enttäuscht! Das Surfhäuschen ist super herzig und Wendy, unsere Gastgeberin, ist ein Schatz. Wir kochen wieder mal himmlisch gut für uns selber und geniessen einfach etwas Zeit für uns. Surfen, kochen, chillen, in der Hängematte lesen, am Strand spazieren – was will man mehr?!



Auch übrigens: der 41° C Tag war der einzige Hitzetag– vorher und nachher ist die Temperatur wieder auf 26° gefallen. Komisches Wetter hier in Down Under! Aber dies soll also kein normales Sommerwetter sein, sagt man uns mindestens…

 

Coonawarra

Rechtzeitig zum Australia Day reisen wir weiter in ein bekanntes Weingebiet Australiens.

Der Australia Day ist sehr umstritten. Denn am 26. Januar wird jeweils der Ankunft der ersten britischen Flotte in Sydney im Jahr 1788 gedacht und somit auch dem Start der Unterdrückung der Aborigines. Die indigene Bevölkerung nennt den Tag deshalb auch «Invasion Day» und rufen zu landesweiten Protesten auf. Von denen haben wir nichts mitbekommen, aber auch von keiner festlicher Aktivität.


Wir haben uns an dem Tag für eine Weinverkostungs-Tour entschieden (Hier ein grosses «Danke!» ans VEG and the City-Team für den GetYourGuide-Gutschein 🫶). Wir besuchten insgesamt vier verschiedene Weingüter und probierten 28!!! Weine… sagen wir’s so, es wurde ein lustiger Nachmittag zusammen Inma (ESP/AUS) und Jake (AUS) 😉. Am späten Nachmittag wurden wir dann wieder bei unserem Hotel ausserhalb des Ortes abgesetzt. Da wir nicht mehr ganz fahrtüchtig waren, haben wir uns dann mit dem was übrig geblieben ist im Hotelzimmer etwas z’Nacht gemacht. Instant Noodle Soup at it’s best 😊




 

Torquay

Auf dem Weg von Coonawarra nach Torquay machen wir noch einen kurzen Stopp in Port Fairy, weil wir die Wellen da so gut in Erinnerung hatten. Und wir wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht – so wunderschön cleane Wellen! Wir mussten einfach nochmals rein, auch wenn das Wetter und vor allem das Wasser arschkalt waren.


Danach ging es weiter / zurück nach Torquay. Uns hat es da so gut gefallen, dass wir auf unserem Rückweg ein zweites Mal da halt machen. Dieses Mal entscheiden wir uns aber für ein Airbnb direkt im Ort, damit wir schneller und flexibler überall hin können. Das Airbnb war leider nur solala – Zimmer schön gross und grundsätzlich sauber, aber die Teppiche und vor allem die Küche waren echt grenzwertig verdreckt. Jänu, ist ja nur für einige Nächte, dann gehen wir halt auswärts essen. Surftechnisch war es aber wieder toll: Simon hat sich dieses Mal sogar in Jan Juc ins Lineup getraut, kam aber nach einer Stunde erfolglos und durchgespült wieder an den Strand zurück – zu gross, zu unberechenbar, zu viele gute Surfer. Die nächsten Tage ging es deshalb wieder zurück an den «Stadtstrand», welchen wir schon bei unserem ersten Besuch rockten und auch dieses Mal unseren Spass hatten.

Ansonsten genossen wir das Leben mit gutem Essen, schönen Spaziergängen am Meer und bereiteten uns für die nächste Reise vor.





Melbourne & Transfercar

Unser Mietauto mussten wir nach 30 Tagen wieder in Melbourne zurückgeben, deshalb ging es also zurück zum Ursprung unseres Road-Trips. Doch wir haben Spass daran bekommen, die Strassen unsicher zu machen und abgelegenen Orte erkunden zu können. Deshalb haben wir «spontan» unsere Reise in Australien noch etwas verlängert und uns dafür entschieden, wieder rauf in Richtung Sydney und von dort die Küste aufwärts zu reisen. Nun, wenn Leute in Australien Autos oder Camper mieten, dann fahren diese meistens von A nach B. Das Land ist gross, und den gleichen Weg zurück fahren die wenigsten. Deshalb werden viele Mietfahrzeuge an einem anderen Ort zurückgegeben, als sie abgeholt wurden. Die Vermieter müssen nun aber dafür sorgen, dass die Fahrzeuge wieder zurück an den Ursprung gelangen. Für diese «Relocations» kann man sich auf der Webseite von Transfercar melden und mit etwas Glück wird man ausgesucht, um ein Auto oder Camper zurück nach A zu fahren. Und das kostenlos. Wir durften so ein Auto gratis von Melbourne nach Sydney fahren und haben uns so den Flug, Bus oder Zug gespart.


Bevor wir das aber gemacht haben, haben wir nochmals eine Nacht bei Ian verbracht, sind zusammen essen gegangen und haben die gemeinsame Zeit nochmals richtig genossen ❤️.



Nach nur einer Nacht in Melbourne ging es dann aber los und wir haben das Auto am Flughafen abgeholt. Haben wir schon erwähnt, dass der öffentliche Verkehr in Melbourne nur so mässig gut ist? Z.B. an den riesigen internationalen Flughafen fährt kein Zug, Metro oder sonst was effektives. Nein, es sind Busse die durch den ganz normalen (und zum Teil katastrophalen) Verkehr müssen. Sprich, es dauert ewig… und ist teuer – 24 Dollar pro Person! Aber freundlich sind sie, die Melbourner, allen voran die nette Tramführerin, die extra für unsere Surfbretter Platz gemacht hatte. Sie hatte für uns sogar eine Durchsage gemacht, damit wir sicher genug Platz zum Aussteigen hatten. <3



Als wir das «Auto» abgeholt haben, haben wir nicht schlecht gestaunt. Das war wohl das schlechteste Mietauto ever! Ein alter, roter Toyota Corolla mit haufenweise Dellen, Kratzern, kaum Ausstattung und mit 460`000 Kilometern auf der Uhr - zum Glück gab es eine Klimaanlage. Immerhin haben wir die Karre gratis erhalten, aber wir haben uns dann überlegt, dass irgendjemand wirklich Geld dafür bezahlt hat, um damit von Sydney nach Melbourne zu fahren… hoffentlich nicht zu viel 😉 Das ruckelnde, laute Geräusch des Wagens - «Wüüüüwüüüwüüü-Wüüüüüüüüüüüü» - ist jetzt ein Runnig Gag bei uns, wenn’s mal wieder nicht so schnell geht.😉



Wenn man so eine Auto-Verschiebung macht, dann hat man nicht ewig Zeit dafür. Wir mussten den Wagen in drei Tagen in Sydney wieder abgeben. Also haben wir uns nur die absoluten Highlights raus gesucht und sind hauptsächlich den direkten Weg über den Highway gefahren.


Was wir uns aber nicht entgehen lassen wollten, war der Pebbly Beach: Ein kleiner Traumstrand mit weissem Sand, kitschig türkisem Wasser in einer kleinen Bucht, umgeben von Klippen und Wäldern. Bekannt dafür, dass sich hier Fuchs und Hase, oder eben Känguru und Waran gute Nacht sagen. Beides konnten wir, trotz unseres kurzen Aufenthaltes, entdecken und den Anblick geniessen.



Danach ging es wieder auf die Strasse und weiter in Richtung Sydney.

 

Sydney

Auch bei unserem zweiten Besuch der Metropole haben wir im Wake Up Hostel eingecheckt. Es ist super zentral und direkt neben dem Hauptbahnhof gelegen, was die An- und Weiterreise erleichtert.


Da das Wetter dieses Mal mitspielte, wanderten wir vom Coggee- zum Bondi-Beach. Naja, Wanderung ist vielleicht etwas übertrieben, aber ein schöner Spaziergang ist es auf jeden Fall. Man kommt an insgesamt sieben Stränden (von klein bis gross) vorbei und hat so immer wieder mal die Möglichkeit sich von der Hitze abzukühlen. Natürlich sind wir zwei Spinner kurz vor Mittag losgelaufen, wenn die Sonne am stärksten ist. Bravo! 😉


Am Abend haben wir uns mit Tim zu einem Bierchen in der Stadt verabredet und die Zeit zusammen genossen. Spontan hat er uns für den darauffolgenden Tag zu sich nach Hause zum Zmittag eingeladen: Selbstgekochtes Voressen, yummie! Nachdem wir seinen Labrador Bruno ausgiebig geknuddelt haben, haben wir einen Ausflug zum Royal National Park gemacht. Dort haben wir eine kleine, gemütliche (Anti-Kater 😉)-Wanderung gemacht und uns am Wattamolla Beach und im Wasserfall abgekühlt.



 

East Coast mit dem Campervan

Nach einigen schönen Tagen in Sydney, ging es für uns weiter die Küste rauf. Dieses Mal aber nicht mit einem Mietauto, sondern einem kleinen Campervan. Wir haben nämlich viel Tolles von Personen gehört, die mit einem Camper durch Australien gereist sind – das wollten wir auch erleben. Also haben wir uns bei Travellers Autobarn einen Toyota HiAce geholt. Ein eher kleiner Camper, aber für uns ideal.

Immer noch mit unseren Surfbrettern im Gepäck sind wir so die Küste rauf gefahren, haben immer mal wieder gestoppt und was angeschaut, sind gesurft, gewandert, oder haben uns in einem der vielen tollen Kaffees gestärkt. Falls ihr mal Australien unterwegs seid, können wir euch die App CamperMate wärmstens empfehlen Da sind alle Camping-Plätze drin: Von Gratis-Plätzen bis Luxus-Camping, was auch immer das Herz begehrt. Und die Küste zwischen Sydney und Brisbane hat wirklich viele wunderschöne Plätze und Orte zu bieten.



Nun kommt’s… denn ganz reibungslos ging unser Camper-Dasein nicht vonstatten. Oder besser gesagt unser Surfer-Dasein 🫣. Bei einem unserer Stopps, in Sawtell, haben wir uns beide ins Wasser gestürzt, um die hiesige lang-brechende rechte Welle zu surfen. Das war trotz viel Wind ein mega Spass, bis Andrea ein böses Wipe-out hatte (Bei einem Wipe Out stürzt der Surfer von seinem Surfboard und häufig folgt ein Waschgang in der Welle). Bei diesem Sturz landete Andrea mit dem Kopf voll auf dem Board, welches durch die Kraft der Welle/Wind entgegen geschossen kam. Das endete leider mit einer Platzwunde auf Andrea’s Nase/Auge. Simon sass noch draussen im Lineup und sah Andrea blutend und prustend aus dem Wasser kommen – SCHOCK pur! So schnell war er noch nie ans Land gepaddelt… Zum Glück waren am den Strand Rettungsschwimmer, die eigentlich die badenden Gäste beäugten, und konnten uns bei der ersten Versorgung helfen. Dann ging es weiter zum lokalen Spital, denn die eine Wunde musste mit drei Stichen genäht werden, die andere geklebt. Glück im Unglück – sonst ist alles heil geblieben! Naja, fast alles… das Board hat es ebenfalls erwischt. Andrea vs. Surfboard 1:1… ein Unentschieden, das keinen freut. 😣



Das heisst dann leider auch, dass Andrea in den nächsten Zeit nicht mehr ins Wasser darf. Simon musste darum alleine surfen gehen, aber alleine macht das halt auch nur halb so Spass… So haben wir uns nach Byron Bay (das war fast ein Muss!) mehr auf das Inland und auf die anderen Aktivitäten fokussiert. Eine dieser Tätigkeiten war auch, dass wir unsere beiden liebgewonnen Surfboards wieder verkaufen wollten. Denn mit diesen Dingern zu fliegen ist fast teurer und aufwändiger, als uns wieder Neue zu kaufen. Das kaputte Board haben wir einem lokalen Surfboard-Reparatur-Shop geschenkt mit der Bitte, dieses an eine sympathische Person für einen guten Preis weiter zu geben. Das Zweite haben wir einem Typen aus Brisbane verkauft, welcher uns sogar den Original-Preis bezahlt hat 😊. Unsere Board-Halterung für’s Auto haben wir auf einem Parkplatz in Noosa Heads zwei sympathischen Mädels geschenkt, die mit einem kleinen Auto und grossen Boards unterwegs waren. Besser als wegschmeissen, oder? Und auch gut fürs Karma… 😉 


Falls ihr mal in der Gegend um Brisbane seid, dann geht unbedingt nach Eumundi an den Wochenmarkt, der jeweils mittwochs und samstags stattfindet. Ein wunderschöner und grosser Markt mit vielen kleinen Ausstellern und Herstellern – da gibt es echt tolle Sachen zu finden und wir mussten uns mehr als nur einmal zusammennehmen, damit wir nichts kauften, was nicht in den Rucksack passt. Zudem gibt es einen grossen Essensbereich, wo ihr Essen aus der ganzen Welt geniessen könnt. Da war beispielsweise auch ein Käseverkäufer mit ausschliesslich Schweizer Käse 😊.




Nach rund 12 Tagen rumcampern – bei Starkregen, Regen und ab und an auch Sonnenschein - ging es dann aber auch schon wieder zurück nach Brisbane. Denn von da fliegen wir an unser nächstes Ziel – Neuseeland!

 


      

 

 

 

 

 

 

 

 

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